Zweite Lüdingworther Abendmusiken

Kantaten und Instrumentalwerke von Nicolaus Bruhns, dessen Onkel Friedrich Nicolaus Bruhns, Dietrich Buxtehude und anderen Zeitgenossen.

 

Dabei sind neben bekannten Werken auch Neu- bzw. Wiederentdeckungen sowie eigene Bearbeitungen zu hören.

 

Sören Richter | Tenor

Ensemble 'museum musicum':

Rachel Harris und Luisa Höfs | Barockviolinen

Veit-Jacob Walter | Historisches Regal

(Freundliche Leihgabe von OBM Friedemann Seitz)

Anna Scholl | Leitung und Wilde-Schnitger-Orgel

 

Sören Richter | Tenor

 

Sören Richter begann seine sängerische Laufbahn im Knabenchor Freiberg sowie anschließend im Dresdner Kreuzchor. Mit elf Jahren sang er als erster Knabe in Mozarts „Zauberflöte“ an der Semperoper Dresden und an der Komischen Oper Berlin. Bereits während seines Gesangsstudiums wirkte er in Produktionen der Oper Frankfurt, der Oper Köln, des Staatstheaters Darmstadt, sowie beim Rheingau-Musik-Festival, den Händel-Festspielen Karlsruhe und in diversen Projekten des Hessischen Rundfunks mit. Verschiedenste Opern-Engagements führten ihn in den letzten Jahren u.a. ans Stadttheater Chur, die Tonhalle Zürich, die Opéra National de Lorraine Nancy, so wie an die Opéra Monte Carlo. Mit großem Erfolg sang er beim Ekhof Festival Gotha und beim Fränkischen Sommer die Rolle des Atrax in der vielbeachteten, wiederentdeckten Barockoper „Sardanapalus“ von Christian Ludwig Boxberg, der auch eine CD-Einspielung folgte. Zuletzt war er u.a. als Steuermann in Wagners „Fliegendem Holländer“, als Beppo in Leoncavallos „Pagliacci“, sowie als Mottel Kamzoil in „Anatevka“ zu hören. Neben dem Musiktheater widmet sich Sören Richter rege dem Konzertgesang, so etwa in Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Rudolf Lutz, Sigiswald Kuijken, Ralf Otto und Michael Schneider, wobei sein Repertoire von den frühbarocken Werken Monteverdis, über Mozart, Haydn und Mendelssohn bis hin zu Kompositionen der Gegenwart reicht. Mit besonderer Vorliebe pflegt der junge Tenor jedoch das Vocal-Werk Johann Sebastian Bachs, in dessen Kantaten, Oratorien und Passionen er regelmäßig als Solist zu hören ist. Überdies musiziert er regelmäßig mit der Bachstiftung St. Gallen, dem Collegium Vocale Gent, La petite Bande und dem Ensemble Polyharmonique. 2014 erhielt Sören Richter das Rudolf-Mauersberger-Stipendium des Dresdner Kreuzchores.

 

Rachel Harris | Barockvioline

 

Rachel Harris wurde in Malmö/Schweden geboren und studierte zunächst moderne Geige, später Barockgeige bei Clare Salaman am Welsh College of Music and Drama in Cardiff/Wales.

Nach ihrem Abschluss mit Auszeichnung führte sie ihre Studien am Royal College of Music in London bei Alison Bury fort. Sie war Stipendiatin des Countess of Munster und des DAAD. In Deutschland absolvierte sie Aufbausstudien an den Musikhochschulen Trossingen und Würzburg, letzteres schloß sie mit dem Solistendiplom bei Prof. Gottfried von der Goltz, Konzertmeister des Freiburger Barockorchesters, ab. Außerdem spielt sie Bratsche, Viola d’amore und Viola da gamba.

Ensembles und Orchester, in denen sie regelmäßig mitgewirkt hat, sind das Freiburger Barockorchester, das Balthasar-Neumann-Ensemble (auch als Konzertmeisterin), Cantus Cölln, Lautten Compagney Berlin (auch als Solistin), das Kleine Konzert, Musica Alta Ripa, Orchestra of the Age of Enlightenment, Florilegium, Ensemble Resonanz, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und Philharmonie Reinland-Pfalz.

Sie ist Mitglied im englischen Kammermusikensemble The Brook Street Band und gründete das Ensemble Schirokko Hamburg im Jahr 2007. In beiden Ensembles wirkt sie als Konzertmeisterin und Leiterin.

Unter ihrer Leitung hat sie mit ihrem Hamburger Ensemble die CDs »The Division Violin« (2008), »Schirokkos Seereisen« (2009), »Schirokkos Telemann« (2010), und »Le Monde Parisien« (2014) aufgenommen.

 

2017 ist ihre neueste Solo-CD »augustes auspices« erschienen. Darauf sind Bach‘s Sonaten und Partiten sowie Westhoffs Sechs Suiten zu hören.

Von Rachel Harris gibt es außerdem ein Portrait in »Hier spielt die Musik! Tonangebende Frauen in der Klassikszene« von Brigitte Beier und Karina Schmidt, AvivA Verlag, erschienen September 2011. 

 

 

Luisa Höfs | Barockvioline

 

Luisa Höfs konnte als Juniorstudentin von Prof. Christoph Schickedanz

schon erste Hochschulluft schnuppern, bevor sie 2010 ihr Studium an der Musikhochschule Stuttgart bei Prof. Anke Dill aufnahm. Ihren Bachelor schloss sie mit Bestnote ab und studiert nun im Master.

Sie war zwei Jahre lang Akademistin beim renommierten Balthasar-

Neumann- Ensemble und wurde im Zuge dessen betreut und

unterrichtet von ihrem Mentor Thomas Hengelbrock.

Barockviolinenunterricht bei Christine Busch und Kurse bei Bernhard

Forck, Daniel Sepec und Jörg Halubek befeuerten ihre Leidenschaft für

die historisch informierte Aufführungspraxis Alter Musik. Luisa ist

gerngesehene Gast in Orchestern wie der Deutschen

Kammerphilharmonie Bremen, der NDR-Radiophilharmonie Hannover,

oder der Internationalen Bach Akademie Stuttgart. Seit Mai 2017 spielt

sie in den ersten Geigen der Duisburger Philharmoniker an der

Deutschen Oper am Rhein.

Die Kammermusik liegt Luisa ganz besonders am Herzen und so

gründete sie bereits im ersten Studienjahr mit drei Kommilitoninnen das

Pierrot Quartett. Seither ist das Streichquartett regelmäßig in Konzerten

zu erleben und konnte sich Preise und Stipendien πerspielen. Das

Quartett studiert in der Kammermusikklasse von Prof. Oliver Wille an

der HMTM Hannover.

 

Luisa Höfs spielt eine Geige von G.B. Rogeri von 1697.

 

 

Veit-Jacob Walter | Regal

 

Veit-Jacob Walter, geboren in Lahr/Schwarzwald, widmet sich der Musik aus der Zeit des 13. bis 18. Jahrhunderts und verfolgt dabei auch das Anliegen, ikonographische Auswertungen mit schriftlichen Quellen zu Musik und Instrumentenbau zu verbinden und in die Aufführungspraxis zu integrieren. Er ist  als Cembalist und Organist konzertant im In- und Ausland tätig, wobei seine stilistische Bandbreite vom Mittelalter bis in die zeitgenössische Musik reicht.

Der mehrfache Preisträger (u.a. zahlreiche Preise beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert, Gewinner des Händelwettbewerbs Karlsruhe in der Kategorie Cembalo und des Concours artistique d'Épinal/France) studierte mittelalterliche Tasteninstrumente mit Hauptfach bei Corina Marti und Ensemble bei Crawford Young an der Schola Cantorum Basiliensis und Cembalo bei Prof. Jörg Halubek an der Bruckneruniversität Linz und schloss beide Studiengänge mit Auszeichnung ab.

Nach erstem Klavier- und Cembalounterricht erhielt er Orgelunterricht bei Prof. Daniel Maurer in Strasbourg und wechselte für ein Jungstudium an der Musikhochschule Freiburg zu Prof. Martin Schmeding.

Später studierte er Kirchenmusik, Komposition und Orgel u.a. bei Prof. Tobias Lindner, Prof. Paolo Crivellaro und Prof. Stefan Baier (Orgel), Yoav Pasovsky, Prof. Daniel Ott und Prof. Elena Mendoza (Komposition).

Nach Organistenstellen in Berlin, Stuttgart und Schönenwerd (CH) ist er seit 2017 Organist in Cuxhaven und dort als künstlerischer Leiter für die Kirchenmusik an St. Gertrud verantwortlich.

Meisterkurse und Unterrichtsstunden bei Johannes Strobl, Gottfried Bach, Gereon Krahforst, Theo Jellema, Jean-Claude Zehnder, Edgar Krapp und Wolfgang Zerer ergänzen seine Ausbildung.

Im Sommer 2018 schloss er erfolgreich sein Masterstudium im Bereich mittelalterliche Tasteninstrumente bei Corina Marti an der Schola Cantorum Basiliensis ab.

Er ist Stipendiat der Deutschen Clavichord-Sozietät (DCS).



 

Aktuelles

Das nächste Konzert:

28. Dezember 2018 

18 Uhr

Konzert bei Kerzenschein im Lüdingworther Bauerndom

Claire Garde, Traversflöte 

Anna Scholl, Orgel